AUF DEM SATTEL EINES MOTORRADS DURCH DIE HÜGEL DES PROSECCO-GEBIETS

Tagestour

Wer hügelige Landschaften liebt oder  den unverfälschtesten Teil unseres Gebiets kennenlernen möchte, für den ist diese Route durch das Prosecco-Gebiet sicherlich die beste Wahl.

Die mit dem Motorrad besonders vergnügliche und auch für nicht so erfahrene Lenker geeignete Strecke führt Sie mitten hinein in die Hügel zwischen Conegliano und Valdobbiadene, wo sich kulinarische, landschaftlich reizvolle und geschichtlich interessante Wege virtuos zu einer emotionsreichen Einheit verflechten.

In den Hügeln, die die „Marca Trevigiana“ vom Piavetal trennt, steht die Wiege des Prosecco, ein Perlwein mit charakteristischer strohgelber Farbe, der besonders für seinen prickelnden Schaum und den mit einem Metallgitter geschützten Korken bekannt ist.

Der Ausgangspunkt ist Conegliano, ein hübsches, auf mehreren Hügeln erbautes Städtchen, wo die im 19. Jahrhundert von der Treviser Weinbaugesellschaft gegründete angesehene Fachschule für Weinbau und Önologie  ihren Sitz hat.  Diese Zone ist außerdem für das DOC- Anbaugebiet Colli di Conegliano berühmt. Neben dem als „Bianco“ bezeichneten Weißwein werden auch zwei Rotweine erzeugt: der „Rosso“ aus den Traubensorten  Cabernet, Franc, Cabernet Sauvignon, Marzemino und Merlot, sowie der Refrontolo Passito aus Marzemino-Trauben, die in der gleichnamigen Gemeinde angebaut werden.

Die Weinstraße führt dann zwischen Wäldern und Rebbergen bis zur Abzweigung nach Collalbrigo. Nach einer kurzen Pause in San Pietro di Feletto zur Besichtigung der romanischen Kirche geht es weiter nach Refrontolo. In Molinetto della Croda kann man die herrliche Villa Brandolini aus dem 18. Jh. bewundern, in der heute das Schutzkonsortium des Prosecco Doc Conegliano Valdobbiadene untergebracht ist. Die Fahrt von Col San Martino nach Colbertaldo führt Sie über unzählige Hügel und an kleinen Käsereien vorbei bis zum berühmten Hügel des Cartizze, ein Pflichtbesuch für alle Schaumweinfans. Über Santo Stefano und San Pietro di Barbozza erreicht man Valdobbiadene und damit die letzte Etappe der Tour, die eindrucksvolle Villa dei Cedri, wo das Forum der Schaumweine Italiens abgehalten wird.

Interessant ist es auch, die Unterschiede des Prosecco zu entdecken, der je nach Anbaugebiet ganz unterschiedliche Merkmale aufweist: Rund um Conegliano nimmt man eine ausgeprägte bittere Nuance wahr, in Valdobbiadene wird hingeben über dem ebenfalls vorhandenen bitteren Untergrund, der eine Besonderheit dieses Weins darstellt, eine weichere und angenehmere Note spürbar und im Anbaugebiet von Montello macht sich ein leichter Nachgeschmack von Mandel bemerkbar. Über allen diesen Varianten steht wegen ihrer absoluten Spitzenqualität die kleine Produktion des Superiore di Cartizze.

Zahlreiche Veranstaltungen laden zu einem Besuch ein: Im April (am zweiten Wochenende) die Ausstellung des Prosecco di Collina und des Marzemino di Refrontolo, im Mai (erstes Wochenende) die Ausstellung des Refrontolo Passito DOC und des Prosecco. Im September darf man das große Traubenfest nicht versäumen und im Juli/August kann man bei der klassischen Veranstaltung „Calici di Stelle“ Sternschnuppen beobachten und die meist geschätzten Weine kennenlernen. „Vino in Villa“, das Internationale Festival des Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore, ist alljährlich der wichtigste Event für den Conegliano Valdobbiadene. Er findet jeweils am dritten Mai-Wochenende im Herzen des Produktionsgebiets im herrlichen, auf das 12. Jh. zurückgehenden Castello di San Salvatore in Susegana statt. Und zum Schluss die Veranstaltungsreihe „Primavera Prosecco DOCG“, 17 Ausstellungen, bei denen man DOCG-Weine und typische Produkte des Anbaugebiets verkosten kann.

Wochenendtour

Unsere Strecke durch das Hügelgebiet des Prosecco hat Sie begeistert? Dann machen Sie noch nicht halt!

Sie können nämlich die Entdeckung des Hügellands des Prosecco mit jenem des Montello verbinden. Die Weinstraße des Montello und der Colli Asolani schlängelt sich durch sanfte, mit Wäldern und Weinbergen gedeckte Hügel, führt zum Fluss Piave hinab und über die Ortschaften Cornuda und Maser wieder nach Crocetta del Montello hinauf, bis man endlich das wunderschöne Städtchen Asolo erreicht.

In Maser lädt die prachtvolle Villa Barbaro zu einem Zwischenstopp ein. Der Firmensitz des Weinbaubetriebs Villa di Maser zeichnet sich durch Harmonie und Schönheit aus und bietet die Möglichkeit, in einem der raffiniertesten Bauwerke von Andrea Palladio bedeutende Weine zu probieren. Anschließend kann man die großen Gewölbekeller besichtigen, wo in unzähligen Fässern die Rotweine der DOC-Gebiete Montello und Colli Asolani reifen.

Asolo, einst und jetzt ein Ziel für Dichter und Literaten, verdient einen längeren Aufenthalt. Besonders sehenswert sind die Loggia del Capitano, ein Gebäude aus dem 15. Jh. mit Fassadenfresken aus dem Jahr 1560, die im Jahr 1747 errichtete und der Heiligen Maria Assunta geweihte Kathedrale, der Renaissancebrunnen, die Via Regina Cornaro mit freskengeschmückten Häusern aus dem 15. Jh., die zum Schloss der Königin mit dem mittelalterlichen Uhrturm emporführt, die Via Canova mit dem rosafarbenen Spitzbogen der Casa Duse, das Haus der Schauspielerin Eleonora Duse und zum Schluss die Villa Cipriani.

Nicht versäumen darf man die Verbindungsstraße zwischen Valdobbiadene und Vittorio Veneto, die spektakulärste Straße des Prosecco-Anbaugebiets. Der erste Abschnitt führt auf breiten Kurven durch das Hügelland und bietet malerische Ausblicke auf die großen Weingärten und die zahlreichen Weinerzeugungsbetriebe, die oft in alten Herrenhäusern untergebracht sind. Man lässt die Ortschaften Miane und Follina hinter sich und fährt auf einer leicht abfallenden Straße an den beiden kleinen Seen von Revine vorbei, bis man endlich in der Talebene und damit in Vittorio Veneto ankommt.

AUF DEM MOTORRAD ZWISCHEN DEN HERRLICHEN DREI ZINNEN

Tagestour

Diese unvergleichliche Strecke führt Sie in die Sextner Dolomiten, wo Sie die Schönheit der Drei Zinnen erwartet.

Als Ausgangspunkt empfiehlt sich die Stadt Ponte nelle Alpi, die leicht über die Autobahn A27 erreichbar ist.

Man fährt bis zur Ortschaft Longarone, die einen privilegierter Zugangspunkt für das Cadore darstellt. Dieses Gebiet wird vor allem wegen der herrlichen Berglandschaft geschätzt, die Sie auf Ihrer Fahrt durch die charakteristischsten Dörfer der Region bewundern können: Pieve di Cadore und Calalzo di Cadore bis nach Cima Gogna, wo man nach links in Richtung des Sees Santa Caterina und des wunderschönen Orts Auronzo di Cadore abbiegt.

Nach einer Pflichtpause in Auronzo begleiten uns die Tannenwälder des Naturparks der Drei Zinnen, bis wir den berühmten Misurinasee erreichen.

Nach einer erfrischenden Rast am See nimmt man die Straße nach rechts, die zu den Drei Zinnen führt. Auf dem kurzen Streckenabschnitt zu den Drei Zinnen besteht Mautpflicht, das wunderbare Panorama wird Sie für diese Ausgabe aber reich entschädigen.

EINE ENTDECKUNGSFAHRT DURCH DIE BELLUNESER DOLOMITEN

Wochenendtour

Die Motorradtour beginnt in Belluno, das urbane Zentrum einer zauberhaften Berglandschaft.
Die Stadt ist sehr alten Ursprungs und präsentiert die Zeichen der Renaissance und der venezianischen Epoche sowie einige wertvolle Überreste aus dem Mittelalter.
Sehenswert ist das alte Stadttor Porta Rugo und die typischen Palazzi der Serenissima im gotischen Stil, die Kirche S. Stefano und der Dom von Tullio Lombardo mit seinem 69 Meter hohen Glockenturm nach einem Entwurf von Filippo Juvara, der als einer der beachtlichsten Uhrtürme der italienischen Barockzeit angesehen wird.
Auch die Piazza del Mercato, wo sich neben prachtvollen Renaissancebauten mit Säulengängen auch ein Brunnen aus dem Jahr 1410 befindet, ist einen Abstecher wert.
Von Belluno aus fahren Sie in Richtung Norden ins Herz der venetischen Bergwelt, um den touristischen Hochgebirgsort Cortina d’Ampezzo zu besuchen.
Cortina liegt in einer sonnigen Mulde mitten im wundervollen, von den Gipfeln des Cristallo, des Sorapis und der Tofane gebildeten „Amphitheater“ der Dolomiten.
Obwohl die Stadt als mondäner Luxusort berühmt ist, findet man hier auch Sehenswürdigkeiten von hohem kulturellem Interesse wie zum Beispiel die Pfarrkirche SS. Filippo und Giacomo aus dem 13. Jahrhundert und die „Casa delle Regole“ (der ehemalige Verwaltungssitz des kompletten Ampezzo Tals) an der Piazza Venezia, wo das Museum der Regole, das Paläontologische Museum und das Museum für Moderne Kunst untergebracht sind.
Gönnen Sie sich als gelungenen Tagesabschluss einen Spaziergang über den Corso Italia, wo die exklusivsten Boutiquen zu finden sind.
Der Wochenendtrip endet im Nationalpark der Belluneser Dolomiten, der eine Fläche von 32.000 Hektar unberührte Natur aufweist und durch seinen vielfältigen Lebensraum begeistert: Hier ist zum Beispiel der Königsadler zu Hause …
Vergessen Sie neben den Hochplateaus nicht auf die Talebenen und die leichter zugänglichen Bereiche, die reich an Wildbächen und üppigen grünen Oasen sind.
Die Sommersaison mit ihrer blühenden Pracht ist sicherlich die beste Zeit, um die Schönheit dieser Orte zu genießen.

ZWISCHEN DEN TAUSEND FARBEN DES PO-DELTAS

Wochenendtour

Im Sattel unseres Motorrads fahren wir nach Rovigo im Herzen des Gebiets Polesine.
Die zauberhafte mittelalterliche Stadt schenkt dem Besucher durch ihre wunderbaren Bauwerke und die umliegende wilde Naturlandschaft ein einzigartiges Erlebnis.
Eine Pflichtstation ist die Burg mit den beiden Donà und Mozza genannten Türmen aus dem 10. Jahrhundert, die das Wahrzeichen der Stadt sind.
Sehenswert sind auch die künstlerisch wertvollen Palazzi, die aus der Zeit der venezianischen Herrschaft stammen.
Der empfohlene Rundgang führt dann zur Accademia dei Concordi, Sitz der Bibliothek und der Pinakothek, die eine sehr bedeutende Sammlung von Werken von Malern aus Venetien und Ferrara ab dem 15. Jahrhundert enthält. Abschließend das im Kloster S. Bartolomeo untergebrachte Stadtmuseum, das sowohl vom archäologischen als auch vom naturalistischen Standpunkt aus äußerst interessant ist.
Nach dem Besuch von Rovigo geht es auf dem Motorrad weiter nach Chioggia, die zweitgrößte Stadt der Lagune, die wegen ihrer eleganten Architektur und der kostbaren, aus der glorreichen Vergangenheit an der Seite Venedigs herübergeretteten Gebäuden besonders geschätzt wird.
Chioggia ist ein Seefahrerort, den man am besten bei einem Spaziergang durch die Gassen und über die Brücken kennenlernt. Versäumen Sie nicht einen Besuch des Fischmarkts.
Beachtenswerte kulturelle Sehenswürdigkeiten sind der Dom von Baldassarre Longhena, der gotische Kornspeicher, das Auditorium San Nicolò, die Kirche San Domenico mit dem letzten Werk von Carpaccio und die Piazzetta Vigo mit „Elgato“: Eine Säule aus dem 12. Jahrhundert, auf dem ein ganz besonderer venezianischer Markuslöwe hockt!
Und während Sie an der Hafenmole ein Gläschen Wein trinken, genießen Sie einen stimmungsvollen Blick auf die farbigen, im Wasser liegenden Boote.
Höhe- und Endpunkt unseres Wochenendes auf zwei Rädern ist das Po-Delta, eine prachtvolle, über 400 Quadratkilometer große Fläche, die den größten Naturpark Italiens und die weitläufigste Feuchtzone Europas darstellt.
Hier finden Sie sehr seltene, nur in diesem Gebiet beheimatete Exemplare der Pflanzen- und Tierwelt und Sie sehen die typischen, „Casoni“ genannten Hütten mit ihren hohen Kaminen, die in der Vergangenheit ein Anhaltspunkt für die Fischer auf dem Meer und für die Wächter im Tal waren. All das liegt in einem sehr empfindlichen, aus Kanälen, Mooren, Lagunen, Schilfgürteln und Sandbänken bestehenden Ökosystem und bildet das zauberhafte Szenarium einer scheinbar unberührten Welt.

DIE ELEGANTEN WOHNSITZE AN DER RIVIERA DEL BRENTA

Tagestour

Wenn Sie von Venedig nach Padua fahren, dann empfehlen wir Ihnen, die Autobahn zu meiden und mit Ihrem Motorrad dem Brenta-Kanal zu folgen.

Die Flusskanalisierung geht in diesem Abschnitt auf das 16. Jahrhundert zurück und der neue „Naviglio“ (Schifffahrtskanal) rief eine Art „ländliche Zivilisation“ in Leben.

Hier ließ der venezianische Adel einst prächtige Wohnsitze, Palazzi und Villen errichten, um dem hektischen Leben in Venedig zu entfliehen. Für die Aristokratie der Lagunenstadt war es bald üblich, eine Villa an der Brenta zu besitzen und diese von San Marco aus mit einem Boot – dem Burchiello – zu erreichen.

Vor allem in der Gegend zwischen Stra, Dolo und Mira reihen sich Dutzende dieser eleganten Patrizierhäuser aneinander.

Einige davon stehen zur Besichtigung offen: Villa Foscarini Rossi, die erste Villa an der Straße außerhalb des Ortszentrums von Stra, die zum Teil von Andrea Palladio entworfen wurde. Villa Pisani, ein riesiger und äußerst prachtvoller Bau, der mehr einem Schloss als einer Villa ähnelt. Es handelt sich um das größte und berühmteste Gebäude an der Riviera del Brenta. Es wurde ursprünglich als Zollstelle errichtet, ist mit Fresken geschmückt, darunter ein herrliches Fresko von Tiepolo, und beherbergt in seinem weitläufigen Garten den berühmten Irrgarten aus Buchsbaumhecken. Weiters die Villa Widman in Mira und die Villa Foscari, La Malcontenta genannt, die nach Plänen von Palladio erbaut wurde.

Besuchenswert, wenn auch nur von außen, sind auch die Villa La Barbariga auf der anderen Uferseite in der Nähe von Dolo, die Villa QueriniStampalia aus dem 16. Jh. in Mira und die Villa Gradenigo in Oriago.